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Die Oberflächenvorbehandlung ist eine bei vielen Prozessen unumgängliche Maßnahme um Materialien verarbeiten zu können. Das Ziel hierbei ist immer die Benetzbarkeit der Oberfläche zu verbessern und Verankerungspunkte für die Beschichtung zu schaffen. 

Das bedeutet konkret:

  • Lackhaftung auf Kunststoffoberflächen
  • Klebstoffbeschichtung von Folien
  • Bedruckung von Folien
  • Verkleben von Kunststoffspritzgussteilen
  • Kaschieren mit Folien

Der Weg hierhin kann variieren, das Ziel bleibt immer das Gleiche; minimales Aufbrechen der Oberfläche und Anlagerung von Hydroxy-Gruppen (Sauerstoff-Wasserstoff-Gruppen). Hierdurch entstehen polare Gruppen an denen die Beschichtung anbinden kann. Das Maß für diese Eigenschaft ist die Oberflächenspannung oder Oberflächenenergie die sich auf die Interaktion der Oberflächen von Flüssigkeiten und Festkörpern bezieht.

Der Weg zu diesem Ziel kann nun unterschiedlich sein. Hier die gängigsten Methoden:

Allen Verfahren ist gemein, dass doch das einbringen von Energie die oberflächlichen Schichten partiell aufgebrochen und durch den Sauerstoff als Prozessgas die Hydroxy-Gruppen an den freien Bindungen erzeugt werden.

Bei uns finden Sie zu all diesen Verfahren Lösungen die zu Ihrem Prozess passen. Denn jeder Prozess bedarf einer individueller Analyse und eines angepassten Vorbehandlungssystems.

Bitte fordern Sie uns hierzu.

Auf den folgenden Seite finden Sie Lösungen rund um die Oberflächenvorbehandlung mittels Koronavorbehandlung, Plasmavorbehandlung und Beflammung.

 

Hier eine kleine Entscheidungsmatrix:

Verfahren Korona Plasma Beflammung Flammsilikatisierung
Prinzip Lichtbogen wird über Dielektrikum aufrechterhalten

Reaktivgas wird angeregt und als "Plasmajet herausgeleitet.
Einsatz von Arbeitsgasen, z.B. zur Vermeidung der Oxidation
Einführung von Precursoren möglich

Flammplasma wirkt oxidierend Beschichtung der Oberfläche mit reaktiver Silikatschicht.
Wirkung Oberflächenenergie wird erhöht Oberflächenenergie wird erhöht, bei Precursoreinsatz wird Materialantrag erzeugt Oberflächenenergie wird erhöht Oberflächenenergie wird erhöht und eine reaktive, Silikatische Haftvermittlerschicht wird eingebettet 
Equipment

HF-Hochspannungsquelle und angepasste Elektrodenkonfiguration

HF-Hochspannungsquelle und Düsen/Elektrodenanordnung Brennersteuerung und Brenner Gassteuerung mit Dosiereinheit und Brenner
Vorteil
  • Lineare Elektroden
  • große Wirkbreite
  • relativ preiswert
  • geringer thermischer Eintrag
  • Bei Luft als Prozessgas kein zusätzliches Verbrauchsmaterial
  • geringer Thermischer Eintrag in das Material
  • Robot-Einsatz möglich
  • mögliche Abschiebung optischer Schichten
  • Große Behandlungsbreiten
  • hoher Aktivierungsgrad
  • hohe Wirktiefe
  • Robot-Einsatz möglich
  • niedriger Wartungsaufwand
  • Große Behandlungsbreiten
  • hoher Aktivierungsgrad
  • hohe Wirktiefe
  • Robot-Einsatz möglich
  • niedriger Wartungsaufwand
  • mobiler Einsatz durch Handgeräte möglich
  • Silikatischicht wirkt als Haftvermittler
 
Nachteil
  • Begrenzter Aktivierungsgrade
  • begrenzte Aktivierungsdauer
  • niedrige Wirktiefe
  • nicht mobil
  • nur dünne Materialien bis ca. 5mm
  • Kosten für Energie
  • Punktuell, kleine Behandlungsbreite
  • nicht sehr mobil 
  • Investitionskosten
  • Kosten für Verbrauchsmaterial
  • thermischer Eintrag in das Material
  • hoher Invest bei Warenbahnen
  • Kosten für Verbrauchsmaterial
  • Bedarf immer einer entsprechenden Beflammungsstation
Anwendung Warenbahnen, Kunststofffolien und dünne Platten  3D-Teile, Kunststoffe, Elastomere und Metalle Warenbahnen und 3D-Teile, Kunststoff, Metalle, Glas   3D-Teile, Kunststoff, Elastomere, Metalle, Glas 
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